Wenn man erst mal anfängt

Dieser Beitrag bezieht sich auf die vorherige Technik mit Pico CMS, die mittlerweile von HTMLy abgelöst wurde.

Der technische Aspekt dieses Blogs hat mich mehr gefesselt, als ich mir anfangs eingestehen wollte.
Ich bin zwar durchaus erklärter Anhänger von Cut, Copy & Paste, denn es ist — zumindest in meinen Augen — falscher Ergeiz, alles von Grund auf und ohne Hilfe hinzubekommen. Gerade bei Webtechnik wäre das reichlich bescheuert, denn bis ich es herausbekommen habe, sind schon wieder ein paar Züge durch die Station gefahren.

Bei diesem Blog hier ist die Technik dahinter einerseits schlicht, aber dann doch wieder recht pfiffig. Wie üblich bei Programmieren1 kommt es dann doch immer so ein bisschen anders. Genau dieses Detail treibt mich dann mehr oder minder lange vor sich her. Während ich auf der Suche nach einer konkreten Lösung so vor mich hin mäandere, ergeben sich links und rechts neue Informationen, die sich im Unterbewusstsein festklammern und die nächste interessante Frage liefern. Es wird also nie wirklich langweilig, es ergibt sich immer ein neues Thema, das nach Weiterbildung und Lösung dürstet.

So wird aus der anfänglichen Frage, wie man mit dem verwendeten Werkzeug zwei Dinge erledigen kann (Blog und „hart verdrahtete Seiten“) schnell ein ganzes Sortiment interessanter Fragen, die ich zwar noch nie so formuliert hatte, aber deren Antwort ich dann doch ganz gern kennen würde. Da es hier — der Ausgangspunkt — um Schreiben im Weitesten Sinne gehen soll (s. Startseite), ist die Anzeige des Geschriebenen natürlich ein wichtiges Thema. Das Auge isst bekanntlich mit. Da die Erfassung mit Markdown sehr einfach und doch überraschend vielseitig ist, soll sich das natürlich in der Darstellung niederschlagen. Also stellte sich mir erst einmal die Frage, was von dem, dass ich in Markdown erfasse, überhaupt vom Werkzeug verstanden und übersetzt wird. Da Markdown nur in etwa beschrieben ist und sich diverser Dialekte erfreut, war das der Auslöser für die bereits zitierte Anleitung. Das ist die Musterseite, mit der ich getestet habe, was geht. Nach dieser Klärung war der nächste Schritt, das man es sieht, denn allein der Umstand, dass ein HTML-Code in der Seite steht, macht es noch nicht sichtbar.

Eigentlich halte ich mich (mittlerweile) für recht fit, was die Formatierung von HTML mit CSS-Vorlagen betrifft. Die Frage, wie ich eine Fußnote am Dokument-Ende mit den gegebenen Rahmenbedingungen als Fußnote darstelle (also Zahl hochstellen, Klammer dahinter, dann der Text), war eine spannende Frage. Mal wieder war die Richtung der Gedanken schon gut, aber das entscheidende Quentchen für das wie hat sich einige Zeit an mir vorbei gedrückt. Wenn dann noch mein zentrales Werkzeug PSPAD mich mit einer Kleinigkeit foppt, nämlich einem automatisch generierten „Bom“, dann gibt es diese Momente, in denen ich mich frage, wo mich mit meinem Verstehen tatsächlich befinde. Die Erkenntnis, dass ich schlicht an der falschen Stelle nach der Lösung suche, stellt sich typischerweise nicht provozierend in den Weg, sondern drückt sich eher verschämt am Rand entlang.

So langsam wird es aber. Ein paar Kleinigkeiten2 noch und ich habe, was ich will und bin um diverse wertvolle Erkenntnisse reicher. Dummerweise auch um ein paar Fragen, denen ich gleich mal nachgehen sollte … .


  1. Programmieren im weiteren Sinne, denn je nach Auslegung lässt sich die Anpassung von PHP- und CSS-Dateien als eine etwas ausgeweitete Form von Konfiguration interpretieren. ↩︎

  2. :rofl:. Es bleibt ja nie bei Kleinigkeiten↩︎