Veganary?

Einen Monat kein Fleisch essen. DER Trend aus Britannien. DEM Land mit Esskultur.

Ein Trend aus England wird gerade hier im Radio beworben. „Veganary“ bedeutet, im Januar kein Fleisch essen, vegan leben. Soll gut für die Gesundheit, die Umwelt und überhaupt geil sein. Also einfach bis zum ersten Februar auf Fleisch verzichten — und dann erst mal ne Currywurst.

Ich persönlich esse wenigstens einen Tag pro Woche kein Fleisch. Da quäle ich mich kein Stück, über das Jahr gerechnet sind das jedoch 52 Tage ohne Fleisch, statt 31 im Januar. Häufig werden es bei mir sogar zwei bis drei Tage wöchentlich ohne Fleisch. Was ziemlich leicht fällt, weil es keinen „Hiper“ wegen vieltägigem Verzicht gibt. Das ist nachhaltig, das reduziert statt nur im Januar über das gesamte Jahr meinen Fleischumsatz, ohne dass ich objektiv auf irgend etwas verzichten muss.

Der Mensch ist evolutionär ein „Fleischfresser“ – praktisch alle etwas intelligenteren Lebewesen sind das. Sich mit unserem beschränkten Geist in die „Lebenserfahrung der Evolution“ einmischen, erscheint mir unklug. Denn es hat Millionen Jahre herumexperimentieren benötigt, damit am Ende Menschen heraus kamen. Ob das für die Erde gut war außen vor. Allerdings hat uns die Evolution keine Döner- und Buletten-Schnellimbisse hingestellt. Wir mussten was für das Fleisch tun, dass wir essen wollten. Körperlich anstrengend und gefährlich war das. Also war Fleisch die Ausnahme. Jetzt ist es die Regel.

Augenmaß bei Ansprüchen erhöht die Erfolgschancen. Deshalb bin ich schon ziemlich lang „veekan“.

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