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In der aktuellen c't wird auf eine „bei den Jungen“ durch Facebook &Co. vergessene Technik aufmerksam gemacht.

Neben Kommentaren und Online-Beiträgen gibt es unter dem Titel Relevante, selbstverwaltete Schlagzeilen einen Artikel zum Thema „wie man sich mit RSS den Überblick verschafft“.

Leider wird das von immer weniger Seiten mit angeboten, denn damit reduziert sich natürlich – womöglich – die Aufenthaltszeit auf der Webseite. Denn wenn die Überschrift nicht „zieht“, kommt der RSS-Lesende womöglich gar nicht erst vorbei.

Wer das Internet als das nutzen will, für dass es ursprünglich mal gedacht war, nämlich dem schnellen Informationsaustausch, hat ein RSS-Feed einen schlagenden Vorteil: er hilft Zeit sparen. Bei der brutalen Masse „Neuigkeiten“, die sekündlich generiert und publiziert wird, ist so ein Übersichtswerkzeug ein wertvoller Helfer.

Im Sinne sozialer Interaktion ist er natürlich eher unerwünscht, weil er genau die erst einmal abwehrt. Ich muss bei niemandem auf die Start- oder Facebook-Seite gehen, damit ich weiß, ob der Weg dahin überhaupt lohnt. Ich sehe direkt, ob sich dort etwas getan hat und wenn ja, was.

Das reduziert natürlich meine Verweildauer dort und die Chance, dass ich durch weiterklicken meine Zeit verdaddele. Weil die jedoch relevant ist für die Werbetreibenden, mit denen das Geld generiert wird, kann ein RSS-Feed aus Betreiber-Sicht als kontraproduktiv angesehen werden. Wobei er gleichermaßen ein Ausdruck von Selbstbewusstsein darstellt. Denn wer einen RSS-Feed anbietet, geht davon aus, dass regelmäßig was dabei ist, wofür sich das Vorbeikommen lohnt.

Deshalb gibt es für diesen Blog und buoa.de ebenfalls einen RSS-Feed1. Von den entsprechenden Werkzeugen wird der jeweils direkt angezeigt und kann wahlweise gelesen oder auch abonniert werden.

Für Chrome-basierte Browser gibt es beispielsweise Erweiterungen, wie den RSS-Aggregator, die per RSS-Symbol anzeigen, ob es einen Feed gibt2. Beim Firefox gibt es soetwas sicher ebenfalls, wie es bei anderen Browsern aussieht, muss jeder für sich selbst herausfinden.


  1. Da weder im Blog noch bei Buoa.de Werbung geschaltet wird, interessiert mich die daraus resultierende Aufenthaltsdauerreduktion nicht. Dass es womöglich anderen Zeit spart, finde ich persönlich erheblich interessanter. ↩︎

  2. Ich mag diese Lösung, weil sie der ehemaligen Variante beim Opera ähnelt und in meinem Opera-Nachfolger Vivaldi aktuell noch kein RSS-Reader integriert ist. ↩︎