Photoline 17

Seit ich vor einigen Jahren für einen Kunden eine Webseite gestaltet habe, bei der „das allgemein übliche Programm-Paket“ mich zur Weißglut brachte, verwende ich Photoline.

Zugegeben: Es ist „optisch rustikaler“ als viele Mitbewerber. Allerdings sehe ich das wie ein Handwerker: Was interessiert mich, wie der Hammer aussieht; er muss gut in der Hand liegen und die Nägel tipp topp in die Wand bringen.

Da es mein Metier ist, und etwas nur besser werden kann, wenn es Kommunikation gibt, dauerte es nicht lang und ich war Beta-Tester. So bin ich mit ein paar Ideen und Hinweisen stolzer „Mitaufdenwegbringer“ der Version 17, die in diesen Tagen von der «Computerinsel» aus Bad Gögging erscheint. Ein Kleinod deutscher Programmierkunst.

Ich werde jetzt keine Lobeshymnen über den Funktionsumfang anstimmen; dafür reicht der Platz nicht aus. Es muss hier genügen, wenn ich erwähne, dass Photoline gleichermaßen Bildbearbeitung, DTP-Werkzeug, Vektor-Editor und noch einiges anderes ist. So eine Art Schweizer Messer für alles, was mit Grafik zusammenhängt. Was ich erheblich bemerkenswerter finde, sind Randerscheinungen, die selten bis nie Eingang in die Liste der Funktionen findet, an der sich allerdings die Klasse eines Produkts erkennen lässt.

So beträgt die Größe des Installationspakets gerade einmal 18MB. Das dauert selbst mit einer langsamen Internet-Verbindung nur einige Augenblicke, bis es auf der Festplatte liegt. Zu dem, was sich aus dieser mickrigen Datenmenge an Funktionalität und Effizienz auspackt, gibt es nichts vergleichbares. Vielmehr drängt sich die Frage auf, wozu andere teilweise das x-fache davon benötigen und dabei signifikant weniger Funktionalität bieten. Bevor ich es vergesse: Im Installationspaket ist sowohl eine 32, als auch eine 64-Bit Version enthalten. Das Installationsprogramm findet selbst heraus, was benötigt wird und richtet alles passend ein.

Wenn man sich ein bisschen in die Oberfläche und Denkweise eingearbeitet hat – und das ist notwendig, es lohnt sich jedoch unbedingt – beeindruckt die Präzision, die Vielfalt der Bearbeitungsmöglichkeiten, die z.T. brutale Bearbeitungsgeschwindigkeit. Wobei letztere nachvollziehbar ist: Sind ja nicht so viele Bits Programm-Code da, an denen die Daten vorbei laufen müssen.

Wie es sich für ein Schweizer Messer gehört, kann man Photoline sogar in die Tasche stecken. Auf dem USB-Stick ist es immer dabei. Mit allen Einstellungen, etc., die ich mir für „meine“ Arbeitsweise zurechtgelegt habe. Wofür ich es verwende? Nun: Für alles mit Bildern und für Formulare: DTP, Bildbearbeitung, PDF-Formulare (!), Barcode- und QR-Code-Erstellung (!!), Scannen, Bildbrowser, ... - genauer betrachtet ist es bei mir fast immer offen. Das alles gibt es für 59 EUR, inkl. aller Updates bis zur nächsten „runden Nummer“. Ein echter Schnäppchen-Preis.

Genug der Rede: Hingehen, Runterladen, testen, kaufen. Im Forum gibt es wirklich tolle Hilfe, auch und gerade für Anfänger. Ich bin da im Augenblick seltener unterwegs, aber doch anzutreffen. Bis dann, vielleicht dort?