Das Käse-Problem

Unter Android gab es ein Käse-Problem. Ist vielen womöglich nie aufgefallen, anderen schon.

Suchbild: Was ist hier falsch?

Das nebenstehende Bild (Quelle: iX/Heise) offenbart eine Riesensauerei. Wer genau hinschaut, kann es – eventuell – adhoc finden. Tipp: der milchproduktfreie Burger unten rechts dient der Ablenkung. Gefunden?

Die Assis von Google haben doch glatt den Käse unter das Fleisch – bzw. das Fleischverarbeitungserzeugnis gepackt! Es hagelte Kritik, der IT-Riese beugt sich – vor wem auch immer – und passt seine Darstellung an.

Was mal wieder zeigt: Innovation obsiegt keineswegs automatisch. Denn niemand hat erkannt, dass „Käse drunter“ geschmacklich völlig egal ist. Doch technisch gesehen ergibt es eine stabilere Konstruktion. Im Mund kommt weiterhin alles zusammen. So konstruiert hat das umschließende Getreideprodukt allerdings keinen Zugriff auf den Fleischsaft, womit es aufgrund erheblich geminderter Durchfeuchtung fester und für einer seiner Funktionen (handliche und beschmutzungsfreie Narungszufuhr) geeigneter bleibt.

Für Fleischasketen verbessert sich der Zugriff auf unerwünschte oder als überflüssig eingestufte Gemüsebeilagen signifikant. Denn eine Verklebung mit der homogenisierten Fleischmasse ist eher unwahrscheinlich und wäre – falls es dazu käme – ein Anlass, der Qualität des Hackfleisch-Elementes auf den Grund zu gehen. Bei der landläufigen Bauweise ging durch die thermoelastische Verbindung zwischen Nacht­schatten­gewächs-Komponenten und Blattgrün zu teilweise erheblichem Materialverlust beim Milchgerinnungserzeugnis.

Doch dem allgemeinen Trend folgend haben sich die Konservativen und Traditionalisten durchgesetzt. Verblendet und blind für die dieser kleinen Grafik inne wohnenden Schöpfungshöhe.

Was wohl in der Zeit von der/demjenigen geschaffen worden wäre, die für diesem Käse aufgewandt werden musste?